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Blick ins Seminar

Blick ins Seminar

Das Unigebäude – wir befinden uns im IBIS der Humboldt-Universität Berlin.

Eindrücke vom Seminar mit den einzelnen Etappen:

Vom ersten Thema bis zur Ausstellung – hier einige Eindrücke von den einzelnen Stationen.
Es gab ein Herantasten auf mehreren Ebenen: Inhaltlich und technisch.

Auf der inhaltlichen Ebene galt es zunächst einmal, alle einzuführen, welche Art Institution das Kinderheim in der Königsheide – später und vielen bekannt unter dem Namen A. S. Makarenko (formal richtig: Heimkombinat Kinderheim A. S. Makarenko).

Dies beinhaltet zum einen das Einordnen auf politischer Ebene – es war das größte Normal- und später Hilfsschulheim der DDR, galt als Vorzeigeheim und war somit eine hochpolitische Einrichtung. Und schließlich auf der sozialen Ebene, was bedeutete es, als Kind oder Mitarbeiter in diesem Kinderheim zu leben.

Die Aufgabe, sich einer bestimmten, aber entscheidenden Dekade zu widmen, nämlich dem Jahrzehnt von 1960 und 1970, erforderte eine Auseinandersetzung mit den politischen Ereignissen in beiden Teilen Deutschlands sowie den Ereignissen, die für das Leben in der Königsheide von Bedeutung waren. Insbesondere waren die Auswirkungen der politischen Ereignisse auf das soziale Gefüge im Kinderheim im Fokus – was konnten unsere Zeitzeugen davon erinnern?

Die Aufgabenstellung

Das Projektziel war die Erstellung einer Ausstellung mit Zeitzeugenpoträts. Und um auf der inhaltlichen Ebene eine Annäherung zu all den notwendigen Aspekten zu ermöglichen, gab es neben den inhaltlichen Heranführungen einen Besuch vor Ort, um die Dimension des Areals und des dortigen, noch heute existierenden Gebäudeensembles zu erfassen. Zur Vorbereitung der Zeitzuegeninterviews hatte jeder ein spezielles Thema aus zuvor gemeinsam überlegten, für die Ausstellung relevanten Bereichen gewählt, um die Auseinandersetzung mit der Zeit und dem Thema „Heimerziehung in der DDR“ zu ermöglichen:
Nach Einführung in die besonderen Anforderungen an Zeitzeugenbefragungen generell und ehemaliger Heimbewohner im Speziellen erfolgte das Kennenlernen der Zeitzeugen der Teams und die Planung für die organisatorische und technische Umsetzung der Zeitzeugenpotrtäs konnte beginnen.

Dies stellt die zweite Ebene der Seminarinhalte dar: Was gehört alles zur technischen Realisisation eines solchen Projektes dazu?

Hierzu gab es verschiedene Einführungen in die folgenden Medientechniken:
• Kamerabedienung und Interviewaufnahme
• Digitaler Filmschnitt mit Final Cut
• Digitale Bildbearbeitung mit Photoshop
• Einrichten einer Webseite mit WordPress

Diese Komponenten ergaben am Ende die Inhalte für die Ausstellung und die hierzu gehörige Webseite.

Was hoffen wir, können die Studierenden mitnehmen aus diesem Projektseminar?

Ganz generell geht es bei diesen Seminaren auch immer um die grundsätzlichen Anforderungen an eine Projektarbeit. Dabei sind immer wesentliche Schritte erforderlich. Das Thema muss präsizse formuliert und eingegrenzt werden. Überlegungen zur Zielgruppe und Auswirkungen auf die zu wählenden Präsentationsformen sind im Vorfeld wichtig. Die Teambildung spielt eine sehr große Rolle, wie organisieren wir uns, wer übernimmt welche Aufgaben und – immer die größte Herausforderung : liefern alle und sind verlässlich – oft zeigt sich dabei, dass es gar nicht so einfach ist, sich als Team zusammenzufinden, Kompromisse, Aussprache und Formulieren von Wünschen bei Konflikten sind alles Dinge, die bei dieser Art von Projektarbeit immer dazugehören. Eine wichtige Erfahrung für die Zukunft. Viele haben Ideen, aber sie wirklich umzusetzen und zum Ziel zu gelangen ist nicht immer einfach. Übung macht daher den Meister! Daher können alle stolz sein, auf das, was sie gemeinsam geschafft haben und können hoffentlich aus diesem Seminar hilfreiche Erfahrungen für später mitnehmen.


Einige Bilder und Eindrücke vom Seminar:

Inhaltliches Arbeiten und Herantasten an das Thema.

Mitgebrachtes Material aus dem Fundus des IBZ Königsheide.

Wer sind unsere Zeitzeugen?

Einführung in die Kameraarbeit:

…hochtechnische Ausführungen von Roland…. – Alles verstanden? 😉

Aufnahmen der Zeitzeugeninterviews im IBZ Königsheide:

Und schließlich die Präsentation der Projektergebnisse mit den Zeitzeugen.

Die Ehrengäste – drei Zeitzeuginnen konnten kommen. Es war eine gelungene und sehr schöne feierliche Präsentationsveranstaltung.

Es folgte noch die Erstellung der Texte zu den Glossarbegriffen sowie die Fertigstellung der Webseite für die Ausstellung sowie Organisation mit dem Ausstellungsort Café Sibylle.